Das Leben ist lang genug

Vor kurzem sah ich eine Grafik, in dem ein Leben von neunzig Jahren in Monaten auf einem einzigen DINA4-Blatt dargestellt wurde. Jedes Kästchen steht für einen Monat. Es gibt auch ein Blatt, in dem alle Wochen aneinandergereiht sind. Meine Reaktion: Erschrecken!

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Eigensinn und Glück

Der wahre Besitz eines Menschen ist das, was er in sich trägt. Alles andere sollte demgegenüber völlig belanglos sein. – Oscar Wilde

Was für eine Kostbarkeit ist doch die Persönlichkeit eines Menschen! Man selbst zu sein, eigensinnig, seinen eigenen Kopf haben, manchmal auch einen Dickkopf … die Freiheit, individuell sein zu dürfen, ist das Geschenk, das uns unsere Vorfahren gemacht haben, als sie für die Rechte und die Würde des einzelnen Menschen kämpften. Ein Geschenk, dass wir nur zu oft anzunehmen vergessen …

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2013 wird geprüft

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 8.300 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 3 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Jetzt mal was Originelles, bitte.

Auf eine meiner letzten Notizen auf philosophisch-leben.deBild erhielt ich den Kommentar: „jetzt mal was originelles bitte“.

Leider hat der Kommentator seinen Beitrag wieder entfernt – aus welchen Gründen auch immer. Denn das, was seine Forderung suggeriert, ist ja nicht falsch. Alle meine Texte drehen sich im Grunde genommen um ein und dasselbe Thema, und viel Abwechslung ist da nicht auszumachen. Weder inhaltlicher noch formaler Art.

Es geht in ihnen um Achtsamkeit, Im-Moment-sein und Loslassen. Viel mehr ist da nicht.

Soll da aber auch nicht sein. Vielfalt und Abwechslungsreichtum sind mir nicht wichtig. Trotzdem scheint das Thema einen inneren Reichtum zu entfalten, da es mir in zahlreichen Situationen auf verschiedene Art wiederkehrt. Achtsamkeit und Arbeit, unser Verhältnis zur Natur, zum Spielen, zum Müßiggang, zum eigenen Körper … all diese Facetten drängen sich mir auf und wollen beschrieben werden.

Neu ist das alles nicht und originell schon gar nicht. Aber im Grunde genommen ist sowieso schon alles gesagt. Für philosophische Weisheit und Lebenskunst reichen ein paar der Klassiker – wenn man sie nur genau liest, versteht und lebt. Lao-Tses „Tao te King“, Buddhas Reden, Senecas Briefe, Montaignes Essays, Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“ … alles ist gesagt, nur noch nicht von mir. Wer sich dann noch Selbsthilfe-Literatur kauft, in der Hoffnung auf Neues, wird enttäuscht werden.

Wie heißt es doch in Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“:

Im allgemeinen freilich haben die Weisen aller Zeiten immer dasselbe gesagt, und die Toren, d. h. die unermeßliche Majorität aller Zeiten, haben immer dasselbe, nämlich das Gegenteil, getan: und so wird es denn auch ferner bleiben.

Wer Originalität und Abwechslungsreichtum will, soll ins Kino gehen. Wenn ich einen Film gesehen habe, den es so oder so ähnlich schon einmal gegeben hat, sage ich mir auch: „Jetzt mal was Originelles, bitte.“ Ich wollte unterhalten werden und wurde gelangweilt.

Doch bei philosophischen Texten zur Lebenskunst scheint mir diese Haltung nicht angebracht. Sie offenbart die Einstellung eines unreifen Teenagers: Unterhalte mich! Wenn man Buddhas Reden zum zwölften Mal liest, wird man hinterher auch nicht klagen: „Jetzt mal was Originelles, bitte.“ Wenn man der Predigt in der Kirche lauscht oder das Vaterunser betet, wird man hinterher auch nicht klagen: „Jetzt mal was Originelles, bitte.“ Wenn man sich zur Meditation niedersetzt, wird man hinterher auch nicht klagen: „Jetzt mal was Originelles, bitte.“ Wenn man in einem Retreat den Gedanken des Zenmeisters zuhört, wird man hinterher auch nicht sagen: „Jetzt mal was Originelles, bitte.“

Weil man eine andere Einstellung zu diesen Dingen hat. Man versucht, sie in sein Leben hineinzulassen. Diesen pseudo-philosophischen Texten zur Lebenskunst auf philosophisch-leben.de ebenfalls mit dieser Einstellung zu begegnen, bewahrt vor Enttäuschung und vertaner Lebenszeit.

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

Der neue Boeing 787 Dreamliner kann ungefähr 250 Passagiere befördern. Dieser Blog wurde 2012 über 1.100 mal besucht. Wäre es ein Dreamliner, würde es um die 4 Flüge brauchen, um so viele Personen zu befördern.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.