Einfach nur da sein

Über die Kunst, die Langeweile aushalten zu können …

Durch Ablenkung verstellen wir uns den Blick auf das wahre Leben. Technik und Geselligkeit ermöglichen es uns, dass wir uns in jedem Augenblick unterhalten fühlen. Doch ist es das, wofür wir leben wollen?
Lass die Einsamkeit zu, die Langeweile, die Leere. Nur in den leeren Momenten fühlen wir, was Leben heißt: einfach da sein, anwesend sein, atmen. Existieren.

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6 Gedanken zu “Einfach nur da sein

  1. Danke Gunnar.
    Ich habe den Eindruck, dass sich die Menschheit derzeit polarisiert. Auf der einen Seite diejenigen, die ohne Ablenkung/ Manipulation nicht sein können. Auf der anderen Seite die, die bewusst die Abkehr von der Manipulation suchen. Das Gefälle wird immer stärker. Es ist das Gefälle zwischen Seelen-Unbewusstheit und Seelen-Bewusstheit. Wo das wahre Mensch-Sein liegt, steht dabei ausser Zweifel. Der größten Gefahr sind diejenigen ausgesetzt, die sich noch nicht bewusst gegen Manipulation zur Wehr setzen können: Unsere Kinder.

    Ihr sollt wissen,
    dass all unsere Vollkommenheit
    und all unsere Seligkeit darin liegen,
    dass der Mensch
    durch und über alles Geschaffene und Zeitliche
    und über alles Wesen hinausgehe
    und in den Grund hinabsteige,
    der ohne Grund ist.

    MEISTER ECKHART

    1. Ja, so sehe ich es auch. Dabei wird nicht nur das Gefälle größer, sondern auch die Ungleichverteilung der Menschen in beiden Gruppen. Die Schwierigkeit ist es zudem, nicht auf die „seelen-unbewussten“ Menschen herabzublicken … und gute Ratschläge sind schnell herablassend. Aber was tun? Sich zurückziehen und sich freuen, dass man es nicht (so sehr) nötig hat?

    2. Sehr angenehm deine Gedanken als Podcast präsentiert zu bekommen.
      Natürlich ist ein gewisser Raum zur absoluten Reflexion wichtig, den man in der Regel nur alleine hat. Aber das ganze so zu werten scheint mir falsch, denn ich glaube nicht dass es solche „Seelen-unbewussten“ oder „-bewussten“ Menschen gibt. Zumindest nicht in der Form, dass man diesen „Zustand“ einfach durch Konzentration oder Müßiggang erreichen kann.
      Vielmehr sind es menschliche Eigenschaften, wie Kontaktfreudigkeit oder Schüchternheit. Immerhin ist jemand, der sehr stark auf sich selbst und seinen Geist fixiert ist, wahrscheinlich sozial weniger aktiv, sei es jetzt der Mönch der sich ins Kloster zurückzieht oder der Philosoph in seinem Kämmerlein bei Kerzenschein seine Gedanken versucht in Worte zu fassen.
      Vielleicht eine Eigenschaft die man trainieren kann, aber ob sie dann dem Charakter (des Erwachsenen) entspricht ist dann wohl ein anderes Problem.

      1. Hallo „Gedankenhappen“,

        ob ein Mensch seelenbewusst lebt oder nicht, hat ganz sicher nicht mit Kontaktfreudigkeit oder Schüchternheit zu tun. Vielmehr handelt es sich darum, ob ein Mensch eher feinstofflich orientiert ist oder eben grobstofflich-materialistisch. Ich sage bewusst „eher“, weil es natürlich Mischformen gibt. Um Dir zu illustrieren, was ich meine, poste ich anbei ein Video, anhand dessen Du erkennen wirst, zu welcher Kategorie zu gehörst. Wenn Du mit dem Gezeigten etwas anfangen kannst, d.h wenn es Dir gefällt und Du Dich damit identifizieren kannst, dann bist Du ein seelenbewusster Mensch.

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